Wie fördert Musik die kognitiven Funktionen?
Es zeigt sich, dass Senioren mit Demenz oft bis in sehr späte Stadien der Demenz auf Musik reagieren. Während die Sprachfähigkeiten mit dem Fortschreiten der Krankheit abnehmen, bleiben einige musikalische Fähigkeiten erhalten, wie die Fähigkeit, ein zuvor gelerntes Musikstück oder ein Musikinstrument zu spielen. Aktives Musikhören oder das Spielen eines Instruments kann die Gehirnaktivität anregen. Dies kann zum Erhalt kognitiver Funktionen beitragen, indem Erinnerungen angeregt und Sprachfähigkeiten gefördert werden, selbst in fortgeschrittenen Stadien der Demenz.
Was ist Musiktherapie?
Laut der Weltföderation für Musiktherapie (WFMT, 1996) ist Musiktherapie die Verwendung von Musik und/oder musikalischen Elementen (Klang, Rhythmus, Melodie und Harmonie) durch einen qualifizierten Musiktherapeuten, mit einem Klienten oder einer Gruppe, in einem Prozess, der darauf ausgelegt ist, Kommunikation, Beziehungen, Lernen, Mobilisierung, Ausdruck, Organisation und andere relevante therapeutische Ziele zu fördern und zu erleichtern, mit dem Ziel, physische, emotionale, mentale, soziale und kognitive Bedürfnisse zu erfüllen. Musiktherapie ist somit eine strukturierte Form der Therapie, bei der Musik professionell eingesetzt wird, um individuelle Ziele zu erreichen. Dies kann von der Verbesserung kognitiver Fähigkeiten bis zur Verringerung von Angst und Depression reichen.
Wie kann Musiktherapie Menschen mit Demenz helfen?
Musiktherapie kann die Faktoren modulieren, die an Kognition und Verhalten beteiligt sind, die Aufmerksamkeit des Patienten auf sich ziehen, emotionale Reaktionen hervorrufen und modulieren, verschiedene kognitive Funktionen ansprechen und Bewegungsmuster auslösen. Untersuchungen zeigen, dass insbesondere rezeptive Musiktherapie wirksam ist bei der Verringerung von Unruhe und Verhaltensproblemen bei Menschen mit Demenz. Durch das Musikhören können sie Entspannung und eine Verbesserung ihres allgemeinen Wohlbefindens erfahren.
Dass Musiktherapie signifikante positive Effekte auf Menschen mit Demenz haben kann, wird auch in wissenschaftlichen Studien bestätigt:
- Raglio et al. beobachteten Verbesserungen in den Gesamtscores des Neuropsychiatry Inventory bei einer Musiktherapiegruppe, insbesondere bei der Abnahme von Störungen wie Illusionen, Unruhe und Apathie.
- Suzuki et al. fanden signifikante Verbesserungen bei kognitiven Störungen nach Musiktherapie.
- Choi et al. berichteten über Verbesserungen bei Unruhe und Aggressivität nach Musiktherapiesitzungen.
- Sakamoto et al. betonten, dass sowohl aktive als auch passive Musiktherapie emotionale Zustände und Verhaltensstörungen verbesserte.
Insgesamt deuten diese Studien darauf hin, dass Musiktherapie eine effektive Intervention bei Verhaltensstörungen im Zusammenhang mit Demenz sein kann.
Die Rolle der Betreuer bei der Musiktherapie?
Betreuer und Pflegekräfte spielen eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Musiktherapie. Indem sie gemeinsam mit der Bewohnerin oder dem Bewohner Musik hören oder an Musikaktivitäten teilnehmen, können sie nicht nur die emotionale Bindung stärken, sondern auch besser auf die Bedürfnisse und Vorlieben der Person mit Demenz eingehen.
Auf SpielePlus finden Sie eine breite Palette an Musikinstrumenten und Aktivitäten, die speziell für Senioren in Pflegeheimen und Menschen mit Demenz entwickelt wurden, um sie in ihrem emotionalen Wohlbefinden und ihren kognitiven Funktionen zu unterstützen. Beispiele sind das schöne Percussion-Set, auf dem man sich richtig austoben kann, die Dondina mit Glöckchen, die jedem Spieler Freude bereitet, oder das glänzende Maxi-Xylophon.